Biotope City - CC4/1+2, CC7
Urbane Achse - Bauten für das Stadtleben
2018

Wege-Netz der Kommunikationen

Die Biotope City unterscheidet sich neben vielen anderen Komponenten von den gewöhnlichen Stadtrandsiedlungen durch ihre urbane Achse. Sie führt von der Triester Straße bis zum Hauptplatz der City. Was macht nun die städtische Qualität dieser Achse aus? Es ist die Einbindung des halböffentlichen Raumes in die Gebäude selbst.

Will heißen, die Erdgeschosszonen der begleitenden Gebäude werden von Geschäften und Lokalen belebt. Stadtmöbel bieten Ruhepole im transitorischen Raum der Stadtflaneure. Die Verbindung Triester Straße-Hauptplatz begleitet RLP den Gebäuden CC4|1+2. Im CC4|1 ist ein weiterer Magnet der City-Community: Die Sporthalle des Quartiers.

 

Die Logik der Erschließung des Quartiers endet nicht mit der ausbildung einer starren Achse. Vielmehr führt eine Stiege über eine Hangkante hinweg zu den oberen Bereichen der Biotope City mit der Schule und den Wohnbauten CC7 von RLP.

Somit ergibt sich ein schlüssiges Wegenetz im Quartier, dessen inhaltlicher Schwerpunkt auf dem Zusammenleben der BewohnerInnen liegt. Hier soll öffentliches Leben entstehen, damit die City ihrem Namen gerecht wird. 

Weitere Projekte von RLP in der Biotope City: CC1-The BrickCC3


Biotope City - CC3
Wohnen an der Ottokar-Fischer-Gasse 3, 1100 Wien
2018

CC3 - flexibles Wohnen mit vertikalem Grün

Städtebau und Außenraum
Der Baukörper ist einer von vier Fingern, die das Areal der Biotope City von Süden nach Norden durchziehen. Das Verschwenken der beiden Gebäudteile bringt Vorteile. Es entsteht eine fließende Bewegung durch die Abfolge der Außenwände. In Korrespondenz mit den benachbarten Bauten entsteht ein Freiraum, der sich öffnet und verengt, also räumliche Spannung generiert.

Konstruktion und Kommunikation
Tragende Außenwände und Mittelwände, sind die Grundlage für eine flexible Raumorganisation. Wohnungen können nach Bedarf erweitert oder zusammengelegt werden. Diese Struktur ist ebenso ökonomisch wie nachhaltig.
Die Anordnung der Bauteile bildet sich auch in der Erschließung im Inneren ab: die Gangbereiche eröffnen unterschiedliche Blickfelder. 

 

 

 

Sie sind großzügig angelegt und Teil der (gebauten) internen Kommunkationsangebote. Dazu zählt auch ganz wesentlich das Stiegenhaus als transitorischer Begegnungsraum.

Freiraum und Architektur
Neben dem großzügigen öffentlichen Anteil der Hausgemeinschaft verfügen die einzelnen Wohnungen mit den Balkonen über einen privaten Freiraum. Als Aufforderung zum Begrünen verstanden, tragen die dort eingebrachten Pflanzen zum Mikroklima der gesamten Anlage bei. Außerdem bilden sie die Veränderungen im Lauf der Jahreszeiten unmittelbar an der Fassade ab. Eine willkommene Ergänzung zur Fassade als verlaufender und damit sich ändernder Raumteil.  

Weitere RLP-Baufelder RLP: CC1-The BrickCC4/1+2, CC7


Biotope City - CC1
The Brick, Triester Straße 89-91, 1100 Wien
2018

Die Ruhe des Mediums

Im Rahmen der Biotope City entsteht bis 2020 „The Brick“: Der Gebäudekomplex mit 30.730 m² BGF für die Soravia-Gruppe umfasst ein Hotel, Gastronomie und zwei Bürotrakte. Die Baugruppe bildet das Entrée zur Biotope City und begleitet zugleich die Triester Straße.

Die Materialwahl von RLP für die eleganten Fassaden auf dem Gebiet der ehemaligen Ziegeleien war naheliegend wie auch spannend: Im Entwurf zeigte sich die Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten mit dem „ersten Fertigteilprodukt der Menschheit“ (Roland Rainer).

Die Pfeiler-Ordnung in Einklang mit der städtebaulichen Disposition ergibt einen markanten Gebäudekomplex – ein Landmark im Verkehrsstrom der Triester Straße. Die Ordnung orientiert sich an klassischen Beispielen mit der Auflösung der Baumassen nach oben hin. 

 

 

 

Die wandelnde Perspektive der Fassadenflucht ergibt eine Verdichtung und Ausdehnung der Pfeiler-Ordnung, sodass ein cinematographischer Effekt entsteht. Dabei bleibt die Architektur "standhaft", orientiert sich nicht an Bildern außerhalb des Mediums.

Es sind die einfachen, genuinen Mittel der Baukunst und die Authentizität des Materials, welche eine selbstverständliche und damit ruhige Wirkung des Gebäudes generieren. 

The Brick wurde 2x mit DGNB-Platin und 1x mit ÖGNI Kristall ausgezeichnet. Zusätzlich erhielt The Brick den Architekturpreis "Gebaut 2020" der Magistratsabteilung 19.

 

Weitere RLP-Baufelder RLP: CC3CC4/1+2, CC7


Biotope City
Biotope City: Wiens neuer Süden - Stadtquartier mit Klimaschutz
2018

Biotope City. Synergie. Stadt. Natur.
Das Telegramm

Der Ort
Im Süden Wiens am Übergang zwischen Stadt und dem Naherholungsgebiet Wienerberg. Business Parks und Hochhäuser im Westen, Einfamilienhäuser im Osten und die alte Coca Cola Fabrik nahe der Triester Straße als Baugelände.

Die Vorgangsweise
Interdisziplinäres Team für kooperatives Projektverfahren. Gemeinsamer Qualitätenkatalog. Architekten, Stadtplaner, Verkehrs- und Gemeinschaftsorganisatoren suchen smarte Koordination von Mensch+Natur.

Das Ziel
„Biotope City“, ein Stadtquartier als Symbiose von Siedlungs- und Grünraum mit Höhenentwicklung, die der Umgebung entspricht. 4 Finger durchziehen den Grünraum von Süden nach Norden. „Wohnen und Arbeiten im Park“. Freiraum, bepflanzte Fassaden und Dächer dämpfen Temperatur. 


Urbane Dichte die Basis des hohen Grün-Anteils - vertikales Grün. Mehr Grünflächen als im ursprünglichen Zustand. Biodiversität - gerettet und erweitert. 

Die Umsetzung
Optimierung durch Grundstücke übergreifendes Flächenmanagement. Vielfalt der Architektur im Gesamtkonzept. Kontrolle der Umsetzung durch ein Ampel-System der durchgeführten Planungsschritte.

Der Verkehr
U-Bahnstation in absehbarer Zeit. Autofreie Oberfläche. FußgängerInnen und RadfahrerInnen im Mittelpunkt. Förderung der Gesundheit nach den Vorstellungen des "Active Design".

Beitrag von RLP
RLP war maßgeblich beteiligt an Qualitätenkatalog und Masterplan. Basis für den Flächenwidmungs- und Bebauungsplan. Die Baufelder CC1, CC3, CC4|1+2 und CC7 werden nach RLP-Plänen errichtet.


MGC
MGC Plaza, 1030 Wien, WBW + Realisierung
2016

Attraktivität und Wirtschaftlichkeit
Der Entwurf von RLP sieht typologisch betrachtet ein „europäisches Hochhaus“ vor. Es wird also in hohen Maß eine Kontextualität entwickelt, die sich maßstäblich in der dreigeschoßigen Sockelzone mit seinen begleitenden Infrastrukturen (Nahversorger, Gastronomie...) abbildet. Auf diese Weise wird das Gebäude aus Sicht von Benutzern und Passanten in die Umgebung eingebunden.
Gleichzeitig sorgt die Gesamthöhe von 114 Metern allein schon für eine beachtliche Signifikanz. Beachtung wird auch durch die Qualität der Fassaden erzielt. Jede Wohnung ist mit einem windgeschützten, privaten Grünbereich ausgestattet, sodass sich eine vertikale Vegetation weithin sichtbar entwickeln kann.


Das Gebäudekonzept mit effizienten Tiefen sichert die Möglichkeit auch klein geschnittenen und wirtschaftlich leistbaren Wohnungen zu errichten. Eine große Bandbreite an Wohnmodellen ist auf der Basis der nutzungsneutralen Geschoßflächen realisierbar. Die Wohnqualität wird durch die formale Auslegung des Baukörpers unterstützt. Es ergeben sich in jeder Wohnung unterschiedliche Blickperspektiven, während die Balkonzone als attraktiver Filter zwischen Gebäudekante und Umgebung funktioniert. Attraktivät für Bewohner und die Umgebung werden hier mit einem wirtschaftlich sinnvollen Konzept in Einklang gebracht.


HoHo
HoHo Wien - Holzhochhaus, 1220 Wien, in Bau
2016

Mit Holz Höhe gewinnen
2015 stellte die cetus Baudevelopment GmbH als Auftraggeberin das HoHo Wien den Medien vor. Das Holzhochhaus von RLP Rüdiger Lainer+Partner ist mit seinen 24 Etagen eines der höchste Gebäude seiner Art weltweit.

Wichtiger aber ist sein urbaner Gebrauchswert. Der Turm bildet ein integratives Element im neuen Wiener Quartier Seestadt Aspern. Nach Fertigstellung werden dort Büros, serviced Apartments, ein Hotel und Wellness-Bereiche eingerichtet. Voraussetzung für diese Mischung ist ein innovatives Konstruktionssystem, das für höchste Flexibilität der Nutzflächen sorgt: HoHo Wien zeigt im Vergleich zum reinen Holzbau die Vorzüge der Holzhybridbauweise. Aussteifende Beton-Kerne dienen der Versorgung und Erschließung. Angedockt ist die Holzbaukonstruktion für die offene Gebäudenutzung. Der Holzbauanteil ab EG kann mit 74% beziffert werden.

 

 

 

Das HoHo Wien wurde 2016 mit dem Iconic Award des Rates für Formgebung, dem Architekturpreis der Stadt Wien "Gebaut 2019", der NÖ Holzbaupreis 2021 und dem Wienwood 2021 ausgezeichnet.


Win height with wood
In 2015 the cetus Baudevelopment as principal introduced the HoHo Vienna to the media. The building of RLP Rüdiger Lainer + Partner with its 24 floors is currently the tallest wooden house worldwide, which is really under construction. More importantly is the urban utility value. The tower is due to its multi-functionality an integrative element of the new seaside town Aspern. HoHo Vienna shows the advantages of hybrid design. Concrete cores serve as access. Docked is the wooden construction with neutral surfaces. The proportion of wood from ground-level comes to 74 percent.