WALD
Waldrebengasse, 1220 Wien, BTW, 1. Preis
2019

Ein einfacher Holzbau
Ausgehend von den Prinzipien der sanften Stadterneuerung, der Verbindung lokaler Identitäten, historischer Baubestände und neuer Architektur, hat RLP auf dem Grundstück Waldrebengasse 3, 1220 Wien die Städtebauliche Struktur nach dem Prinzip Vielfalt in der Einheit definiert. Die Struktur nimmt das Prinzip der straßenbegleitenden Bebauung auf, bereichert sie jedoch durch differenzierte Setzung der Volumina im Binnenraum. Damit werden unterschiedliche Räume aufgespannt, verschiedene Bereiche mit unterschiedlichen Atmosphären und Nutzungen. Der Freiraum ist bewegte Landschaft, damit kann ein Teil der Garage belichtet, belüftet und mehrfach genutzt werden. Diese Aktivitätsflächen sind so auch weiter von den Wohnungsfenstern abgerückt.
Als Weiterentwicklung der Konstruktion unseres HoHo Wien, des Holzhochhauses in der Seestadt Aspern, haben wir das standortunabhängige Konstruktionsprinzip OBSYS entwickelt. Wenige Elemente in oftmaliger Wiederholung mit einem hohen Grad an Vorfertigung seriell eingesetzt. Ein offenes Bausystem als Konstruktionsprinzip, in dem nach technischer und ökonomischer Verfügbarkeit von Ressourcen und Know-How unterschiedliche Bauteilvarianten eingesetzt werden können.

Weitere Besonderheiten des Projekts sind:
·        
Vielfältiger Lebensraum in mehreren Ebenen
·        
Attraktive Mehrfachnutzung eines Teils der Garage
·        
Variabilität der Geschoße sichert langfristige Nachhaltigkeit
·        
„Obsys“ ein effizientes, an verschiedene Standorte anpassbares Fertigteilsystem
·        
Setzung großkroniger Bäume
·        
Flächige Begrünung von Fassaden als „sinnliche billboards“
·        
„Schwammstadt“ :Nutzung der Regenwässer zur Bewässerung.
·        
Kaskadenbewässerung der Dachflächen und direkte Zuleitung der RAR zu den Bäumen

 

 


Biotope City - CC4/1+2, CC7
Urbane Achse - Bauten für das Stadtleben
2018

Wege-Netz der Kommunikationen

Die Biotope City unterscheidet sich neben vielen anderen Komponenten von den gewöhnlichen Stadtrandsiedlungen durch ihre urbane Achse. Sie führt von der Triester Straße bis zum Hauptplatz der City. Was macht nun die städtische Qualität dieser Achse aus? Es ist die Einbindung des halböffentlichen Raumes in die Gebäude selbst.

Will heißen, die Erdgeschosszonen der begleitenden Gebäude werden von Geschäften und Lokalen belebt. Stadtmöbel bieten Ruhepole im transitorischen Raum der Stadtflaneure. Die Verbindung Triester Straße-Hauptplatz begleitet RLP den Gebäuden CC4|1+2. Im CC4|1 ist ein weiterer Magnet der City-Community: Die Sporthalle des Quartiers.

 

Die Logik der Erschließung des Quartiers endet nicht mit der ausbildung einer starren Achse. Vielmehr führt eine Stiege über eine Hangkante hinweg zu den oberen Bereichen der Biotope City mit der Schule und den Wohnbauten CC7 von RLP.

Somit ergibt sich ein schlüssiges Wegenetz im Quartier, dessen inhaltlicher Schwerpunkt auf dem Zusammenleben der BewohnerInnen liegt. Hier soll öffentliches Leben entstehen, damit die City ihrem Namen gerecht wird. 

Weitere Projekte von RLP in der Biotope City: CC1-The BrickCC3


Biotope City - CC3
Wohnen an der Ottokar-Fischer-Gasse 3, 1100 Wien
2018

CC3 - flexibles Wohnen mit vertikalem Grün

Städtebau und Außenraum
Der Baukörper ist einer von vier Fingern, die das Areal der Biotope City von Süden nach Norden durchziehen. Das Verschwenken der beiden Gebäudteile bringt Vorteile. Es entsteht eine fließende Bewegung durch die Abfolge der Außenwände. In Korrespondenz mit den benachbarten Bauten entsteht ein Freiraum, der sich öffnet und verengt, also räumliche Spannung generiert.

Konstruktion und Kommunikation
Tragende Außenwände und Mittelwände, sind die Grundlage für eine flexible Raumorganisation. Wohnungen können nach Bedarf erweitert oder zusammengelegt werden. Diese Struktur ist ebenso ökonomisch wie nachhaltig.
Die Anordnung der Bauteile bildet sich auch in der Erschließung im Inneren ab: die Gangbereiche eröffnen unterschiedliche Blickfelder. 

 

 

 

Sie sind großzügig angelegt und Teil der (gebauten) internen Kommunkationsangebote. Dazu zählt auch ganz wesentlich das Stiegenhaus als transitorischer Begegnungsraum.

Freiraum und Architektur
Neben dem großzügigen öffentlichen Anteil der Hausgemeinschaft verfügen die einzelnen Wohnungen mit den Balkonen über einen privaten Freiraum. Als Aufforderung zum Begrünen verstanden, tragen die dort eingebrachten Pflanzen zum Mikroklima der gesamten Anlage bei. Außerdem bilden sie die Veränderungen im Lauf der Jahreszeiten unmittelbar an der Fassade ab. Eine willkommene Ergänzung zur Fassade als verlaufender und damit sich ändernder Raumteil.  

Weitere RLP-Baufelder RLP: CC1-The BrickCC4/1+2, CC7


Biotope City - CC1
The Brick, Triester Straße 89-91, 1100 Wien
2018

Die Ruhe des Mediums

Im Rahmen der Biotope City entsteht bis 2020 „The Brick“: Der Gebäudekomplex mit 30.730 m² BGF für die Soravia-Gruppe umfasst ein Hotel, Gastronomie und zwei Bürotrakte. Die Baugruppe bildet das Entrée zur Biotope City und begleitet zugleich die Triester Straße.

Die Materialwahl von RLP für die eleganten Fassaden auf dem Gebiet der ehemaligen Ziegeleien war naheliegend wie auch spannend: Im Entwurf zeigte sich die Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten mit dem „ersten Fertigteilprodukt der Menschheit“ (Roland Rainer).

Die Pfeiler-Ordnung in Einklang mit der städtebaulichen Disposition ergibt einen markanten Gebäudekomplex – ein Landmark im Verkehrsstrom der Triester Straße. Die Ordnung orientiert sich an klassischen Beispielen mit der Auflösung der Baumassen nach oben hin. 

 

 

 

Die wandelnde Perspektive der Fassadenflucht ergibt eine Verdichtung und Ausdehnung der Pfeiler-Ordnung, sodass ein cinematographischer Effekt entsteht. Dabei bleibt die Architektur "standhaft", orientiert sich nicht an Bildern außerhalb des Mediums.

Es sind die einfachen, genuinen Mittel der Baukunst und die Authentizität des Materials, welche eine selbstverständliche und damit ruhige Wirkung des Gebäudes generieren. 

The Brick wurde 2x mit DGNB-Platin und 1x mit ÖGNI Kristall ausgezeichnet. Zusätzlich erhielt The Brick den Architekturpreis "Gebaut 2020" der Magistratsabteilung 19.

 

Weitere RLP-Baufelder RLP: CC3CC4/1+2, CC7


Biotope City
Biotope City: Wiens neuer Süden - Stadtquartier mit Klimaschutz
2018

Biotope City. Synergie. Stadt. Natur.
Das Telegramm

Der Ort
Im Süden Wiens am Übergang zwischen Stadt und dem Naherholungsgebiet Wienerberg. Business Parks und Hochhäuser im Westen, Einfamilienhäuser im Osten und die alte Coca Cola Fabrik nahe der Triester Straße als Baugelände.

Die Vorgangsweise
Interdisziplinäres Team für kooperatives Projektverfahren. Gemeinsamer Qualitätenkatalog. Architekten, Stadtplaner, Verkehrs- und Gemeinschaftsorganisatoren suchen smarte Koordination von Mensch+Natur.

Das Ziel
„Biotope City“, ein Stadtquartier als Symbiose von Siedlungs- und Grünraum mit Höhenentwicklung, die der Umgebung entspricht. 4 Finger durchziehen den Grünraum von Süden nach Norden. „Wohnen und Arbeiten im Park“. Freiraum, bepflanzte Fassaden und Dächer dämpfen Temperatur. 


Urbane Dichte die Basis des hohen Grün-Anteils - vertikales Grün. Mehr Grünflächen als im ursprünglichen Zustand. Biodiversität - gerettet und erweitert. 

Die Umsetzung
Optimierung durch Grundstücke übergreifendes Flächenmanagement. Vielfalt der Architektur im Gesamtkonzept. Kontrolle der Umsetzung durch ein Ampel-System der durchgeführten Planungsschritte.

Der Verkehr
U-Bahnstation in absehbarer Zeit. Autofreie Oberfläche. FußgängerInnen und RadfahrerInnen im Mittelpunkt. Förderung der Gesundheit nach den Vorstellungen des "Active Design".

Beitrag von RLP
RLP war maßgeblich beteiligt an Qualitätenkatalog und Masterplan. Basis für den Flächenwidmungs- und Bebauungsplan. Die Baufelder CC1, CC3, CC4|1+2 und CC7 werden nach RLP-Plänen errichtet.


HoHo
HoHo Wien - Holzhochhaus, 1220 Wien, in Bau
2016

Mit Holz Höhe gewinnen
2015 stellte die cetus Baudevelopment GmbH als Auftraggeberin das HoHo Wien den Medien vor. Das Holzhochhaus von RLP Rüdiger Lainer+Partner ist mit seinen 24 Etagen eines der höchste Gebäude seiner Art weltweit.

Wichtiger aber ist sein urbaner Gebrauchswert. Der Turm bildet ein integratives Element im neuen Wiener Quartier Seestadt Aspern. Nach Fertigstellung werden dort Büros, serviced Apartments, ein Hotel und Wellness-Bereiche eingerichtet. Voraussetzung für diese Mischung ist ein innovatives Konstruktionssystem, das für höchste Flexibilität der Nutzflächen sorgt: HoHo Wien zeigt im Vergleich zum reinen Holzbau die Vorzüge der Holzhybridbauweise. Aussteifende Beton-Kerne dienen der Versorgung und Erschließung. Angedockt ist die Holzbaukonstruktion für die offene Gebäudenutzung. Der Holzbauanteil ab EG kann mit 74% beziffert werden.

 

 

 

Das HoHo Wien wurde 2016 mit dem Iconic Award des Rates für Formgebung und mit dem Architekturpreis der Stadt Wien "Gebaut 2019" ausgezeichnet.


Win height with wood
In 2015 the cetus Baudevelopment as principal introduced the HoHo Vienna to the media. The building of RLP Rüdiger Lainer + Partner with its 24 floors is currently the tallest wooden house worldwide, which is really under construction. More importantly is the urban utility value. The tower is due to its multi-functionality an integrative element of the new seaside town Aspern. HoHo Vienna shows the advantages of hybrid design. Concrete cores serve as access. Docked is the wooden construction with neutral surfaces. The proportion of wood from ground-level comes to 74 percent.


MAU
Wohnhausanlage Mautner-Markhof-Gründe, 1110 Wien, BTW
2014

Wohnen im ungewohnten Rahmen 
Im Bürobau ist es ganz selbstverständlich, die Flexibilität der Arbeitsbereiche zu gewährleisten. Beim Wohnen sieht es anders aus: Zwei oder drei Zimmer und die Küche am Korridor angesiedelt - und fertig ist das Schema fürs jahrelange Zusammenleben. Alternativen zu solchen Wohngewohnheiten entwickelt RLP Rüdiger Lainer + Partner in der Anlage auf den Mautner-Markhof-Gründen.
Die einfache bauliche Struktur mit tragenden Außen- und Mittelwänden bietet die Basis für Flexibilität und nutzungsneutrale Flächen. Damit nicht genug, sind die Wohnungen in Zonen gegliedert.
Diese können in der Tiefe und Breite der Fläche verbunden oder getrennt werden. Konkret am Beispiel von "Dolap", der größenmäßig einer Standardwohnung von rund 80 Quadratmetern entspricht: Bei "Dolap" - benannt nach dem türkischen Schrank - ist die Tiefe des Gesamtraumes in drei Zonen gegliedert.

 

 


Die mittlere Schicht nimmt den allgemeinen Bereich für Wohnen, Kochen und Essen auf. An diese docken links und rechts zwei weitere Raumzonen an, die durch bewegliche Trennwände in 2 bis 4 Zimmer gegliedert werden können. Ein solches Organigramm eröffnet ungeahnte Möglichkeiten im Zusammenleben. Für Gäste lassen sich temporär Zimmer abtrennen, Arbeitsbereiche können definiert werden. Die "lieben Kleinen" aber auch die Eltern verfügen über ihre eigenen Wohnbereiche, verbunden durch den Mittelstreifen des Essbereiches. Das "Zonensystem" erlaubt also ständige Veränderung, die von den Bewohnern ausgeht. Sie sind damit über die Jahre hinweg wieder Entscheidungsträgern in den eigenen vier oder mehr Wänden macht.


IWP
Innovatives Wohn- und Pflegehaus Döbling, 1190 Wien
2012

Zu Hause
Das neue Gebäude reagiert auf die Heterogenität der Umgebung. Ziel ist es, eine, trotz der relativ großen Baumasse, in den Kontext integrierte Gebäudestruktur zu schaffen.

Es wird das Prinzip der Einzelbaukörper im Umfeld aufgenommen. Zum öffentlichen Raum übernehmen die Stirnseiten der Cluster den Rhythmus der Nachbarbebauungen als Solitäre.

 

 


In jedem der drei Pflegegeschoße sind drei Bereiche mit jeweils zwei Wohngruppen angeordnet. Die Wohngruppen bestehen wiederum jeweils aus 14 Einheiten. Diese sind mit Bezug auf die gemeinsame Raumsequenz, dem sekundären Wohnbereich, der als Koch-, Ess- und Wohnraum mit zugehöriger Gemeinschaftsloggia dient, angeordnet.

Damit wird Identifikation und Vertrautheit, das Gefühl zu Hause zu sein, gestärkt.

Das Projekt wurde mit dem Architekturpreis der Stadt Wien "Schorsch 2013" ausgezeichnet.

IWP: Innovatives Wohn- und Pflegehaus Döbling, 1190 Wien

LGV
Wohnanlage Kagraner Spange, 1220 Wien
2011

Kagraner Idylle
Die westlich gelegene, vielfältige Wohnstruktur bietet mit introvertierten, gestapelten Patiohäusern Einfamilienhaus-ähnliche Wohnqualitäten, während die dazwischenliegenden, extrovertierten Stadthäuser urbane Qualitäten erlebbar machen.

Die vielgestaltigen und vielfach nutzbaren Stadträume, die zwischen diesen Bauten aufgespannt werden, suchen die räumlichen und sozialen Qualitäten, die wir an historischen Städten schätzen, neu zu interpretieren.

Die Überlagerung von „städtischer Signifikanz“ und „ländlicher Ungestörtheit“ soll aus diesem verkehrstechnisch optimal erschlossenen Projekt ein unverwechselbares Quartier mit hoher Lebensqualität und starkem Image machen.

Dieses Projekt wurde mit dem "best architects 2013" ausgezeichnet.


HMV
Haus mit Veranden: Niedrigenergiewohnhaus und KITA Buchengasse, 1100 Wien
2008

Der neue Wiener Block
Aus einer 1-2 geschoßigen Sockelzone mit eingeschnittenen Freiflächen und privaten Höfen wächst die höhere Bebauung, die von dem niederen, differenzierten Blockrand zurückrückt.

Die Solitäre werden durch ihre Terrassierung, Einschnitte und die vorragenden, individuellen Veranden gegliedert.

Dieses Konzept bietet den Bewohnern und Anrainern trotz hoher Dichte Freiraumqualität, Ausblick, Durchblick und Besonnung. Das Prinzip der Grundrisse basiert auf einem einfachen Modulsystem, welches eine Aneinanderreihung vielfältiger Grundrisstypen ermöglicht.


Eine großes Angebot an gemeinschaftlichen Freiflächen unterschiedlicher Qualitäten und Organisation wie Gemüsegärten, Liegewiesen, Whirlpool und Sauna am Dach, Kinderspielplätze und introvertierte Loggien (vertikale Gärten), bereichern die Wohnoase.

Wir freuen uns, dass das Haus mit Veranden mit folgenden Auszeichnungen geehrt wurde:
- Green Good Design Award (2010)
- 20+10+X World Architecture Community Award (2010)
- best architects 2010


NIB
Dachausbau Nibelungengasse 1-3, 1010 Wien
2008

Balance am Dach
Der Entwurf für den Dachausbau basiert auf dem Ansatz, eine zeitgemäßen Synthese zwischen der architektonischen Sprache der klassischen Moderne des Akademiehofs und dem Historismus von Romano und Schwendenwein zu schaffen.

Grundprinzipien für die Ausprägung des Dachausbaus:

  • Horizontale Schichtung durch gesimsartige Dachelemente, die sowohl als Flügel, wie als ein geklapptes Dach gelesen werden können.
  • Rhythmisierung dieser Elemente in Längsrichtung, die damit eine fließende Bewegung ablesbar machen, die aus den bestehenden Fensterüberdachungen abgeleitet wird.
  • Zurücknahme des Bauvolumens im Bereich der Eckrisalite, durch Absenkung des Flügels, respektive Rücksprung der Fassade.


Der neue Dachaufbau stapelt sich gegenüber dem Bestand zurück, um die klare Trennung von Alt und Neu zu präzisieren und die Proportionierung des Bestandes nicht zu verunklären. Der neue Dachausbau fungiert daher als Interpretation eines abgewalmten Daches.


WIKA
Wirtschaftskammer NÖ, 3100 St. Pölten
2006

Kalkulierter Zufall
Auf den ersten Blick wirkt das lange Gebäude mit der mehrmals flach geknickten Fassade nicht wie ein Bürohaus. Es hat nicht die übliche Glasfassade und schon gar nicht in doppelter Ausführung. Vielmehr ist es ein Massivbau. Städtebaulich korrespondiert das weit südlich des historischen Zentrums befindliche Bauwerk mit benachbarten Wohnanlagen. Doch von diesen unterscheidet es die lebendig bewegte große Form.
Aus dem massiven Volumen sind da und dort loggienartige Volumen herausgeschnitten. Bauplastisch relativieren sie die Strenge des großen Körpers; funktional dienen sie kurzen Arbeitspausen im Freien. Die außen aufgesetzten Fenster scheinen auf den ersten Blick ebenfalls unregelmäßig angeordnet, die scheinbare Zufallsverteilung folgt jedoch exakten geometrischen Regeln und korrespondiert mit den Bürotrennwänden. Die kalkulierten Zufälligkeiten vermeiden eine Untergliederung der Fassade, lassen sie flächiger wirken und stärken die große, ganzheitliche Form.


In spitzem Winkel durchstößt die Eingangshalle das Erdgeschoss. Nach der Ädikula des Windfangs gelangt man in eine zwei Geschoße hohe Vorhalle. Ein Steg, der den Raum quer überspannt, bildet eine kurze Zäsur, bevor der sechs Geschoße hohe, glasüberdeckte Lichthof folgt. Im Grundriss reihen sich die Büros entlang den Fassaden. Drei Flügel streben wie bei einem Y vom Rumpf des Baukörpers weg. Ihre Mittelzonen sind keilförmig aufgespreizt und enthalten Neben- und Archivräume.
Der hohe Lichthof von unregelmäßiger Raumbegrenzung entfaltet seine autonome Kraft im Zentrum. Rundum ziehen sich die Erschließungsgalerien der Büros. Die Gänge werden von den innen verglasten Loggien oder kleinen Ausweitungen unterbrochen. An den Stirnseiten der Gebäudeflügel entsteht jeweils eine kleine Halle.

 
Dieses Projekt wurde mit folgenden Auszeichnungen gewürdigt:
- Bauherrenpreis der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs (2006)
- Vorbildliches Bauen in Niederösterreich (2008)

WIKA: Wirtschaftskammer NÖ, 3100 St. Pölten

WIED135
Wohn- und Geschäftshaus Wiedner Hauptstraße, 1050 Wien
2003

Die "Hängenden Gärten"
Das Gebäude wird eingebettet in den umhüllenden Naturraum der “hängenden Gärten”, die als Filter zum dynamischen Stadtraum sinnliche Stimmung vermitteln. Der Strukturaufbau erfolgt in Raumschichten, die parallel zur Straßenfront verlaufen. Die Erschließung ist eingebettet in den hohen vertikalen Grünraum. Eine offene Licht- und Luftschicht mit eingelagerten Nestern und Brücken, die unterschiedlichen Formen des Außenwohnens dienen, wird von einer weiteren Schicht mit verandenartigen Vorräumen als Puffer und Diele ergänzt.
Dahinter folgen, abgerückt von der Straße, Grundeinheiten von 50 Quadratmetern, die - kombinierbar und teilbar - unterschiedliche Nutzungszuschnitte und Wohnungsgrößen ermöglichen. Die Konstruktion mit Skelettrahmen erlaubt auch die Nutzung größerer zusammenhängender Flächen.


Eine Vielfalt unterschiedlicher Pflanzen - blühende Rankgewächse, unterschiedlich duftende Sträucher, immergrüne und sich im Lauf der Jahreszeiten verändernde Blätter - bestimmen die Atmosphäre des erschließenden Zwischenraums. Diese unterschiedlich dichte Bepflanzung, die den Weg zu den Wohnungen begleitet, schafft wechselnde Lichtstimmungen und das Gefühl sich in den Pflanzkronen zu bewegen.


PLEASURE
Pleasure Dome - Entertainmentcenter Gasometer, 1030 Wien
2001

Das Gebäude ist als, vor die Gasometer gelagerte, Struktur konzipiert, eine Art topologische, "landschaftliche" Architektur.

Ein, den öffentlichen Raum begrenzender, "Sockel", der durchsichtig und durchscheinend, in Farbe und Licht getränkt, eine große städtische Skulptur bilden soll, vermittelt zwischen Innen und Außen und versucht einen neuen Bezug zur Stadt herzustellen.

Das Entertainment Center wurde 2001 mit dem Bauherrenpreis der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs ausgezeichnet.


GASO
Strukturkonzept Nördliches Umfeld Gasometer, 1030 Wien
1999

Der - gemessen am Umfeld - inselartige Charakter dieser neuen Entwicklungszone verlangt nach einer spezifischen Verdichtung und Nutzungsmischung, sowie nach einer neuen Interpretation des Straßenraums nördlich der Gasometer.

GASO: Strukturkonzept Nördliches Umfeld Gasometer, 1030 Wien

AFA
Altes Flugfeld Aspern: städtebauliches Leitprojekt, 1220 Wien
1995

Die urbane Partitur ermöglicht und fördert die Aneignungs- und Selbstentwicklungsprozesse. Definiert werden die "Regeln und Unregelmässigkeiten".

Die verwendete Kombinatorik ermöglicht die Gleichzeitigkeit verschiedener Stadtentwicklungssysteme.

AFA: Altes Flugfeld Aspern: städtebauliches Leitprojekt, 1220 Wien

SEILER
Penthouse Seilergasse, 1010 Wien
1995

Im Rhythmus der Dächer
Die Ansicht des 2-geschossigen Glaspavillions ist von der Seilergasse aus nicht zu sehen. Die Rhythmisierung des Baukörpers verleiht ihm Ruhe und in der Ausdehnung stimmt er mit den blech- und ziegelgedeckten und meist gaupenbesetzten Dächern der Nachbarschaft überein. In einer Art Umkehrprinzip sind die öffenbaren Elemente in der zweigeschossigen Glaswand als hölzerne Türen mit breiten Rahmen und transparenter Füllung ausgeführt. Der Rhythmus entspricht dem von Gaupen.

Das Projekt wurde mit folgenden Auszeichnungen gewürdigt:
- Excellence in Design Award des American Institute of Architects (1995)
- Architekturpreis der Österreichischen Zementindustrie (1997)


ABS
Hauptschule der Stadt Wien, Absberggasse, 1100 Wien
1994

An der Südspitze des Stadterweiterungsgebietes bildet das neu hinzugefügte Bauwerk einer 12-klassigen Hauptschule dessen Abschluss. Der spielerische Umgang mit den Erschließlungsräumen, die auch Plätze und Bereiche zum Verweilen aufweisen, macht die Tagesschule zu einem prinzipiell angenehmen Aufenthaltsort. Wechselnde Zonierungen mit gemütlichen Nischen bei guter Übersicht und Erschließlungsalternativen machen aus dem gegliederten Bauwerk eine kleine Stadt.


Das Projekt wurde 1995 mit folgenden Auszeichnungen gewürdigt:
- Anerkennungspreis Architekturtage Piran
- Bauherrenpreis der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs


HE29
Implantate im Biedermeier-Ensemble Hermanngasse, 1070 Wien
1984

Zur Raumkonzeption
Die alten Mauern, die als solche ihre eigene Geschichte erzählen, stehen den neuen glänzenden und perfekten Teilen gegenüber, die einer logischen und geometrischen Ordnung folgen. Es entsteht so eine Architektur, die vom klaren und harten Gegensatz zwischen Alt und Neu bestimmt wird, die deutlich und polemisch ist, die aber auch der Ironie, dem Vergnügen und dem Spiel nahe steht.

Grundsätzlich wurde versucht in die vorhandenen Bausubstanz nur geringfügig einzugreifen und abhängig vom Erhaltungszustand die bestehenden Bauteile in die Konzeption einzubeziehen. Die grundlegende Einschränkung - Enge und mangelnde Belichtung - wurde in Übereinstimmung mit dem Zustand der Substanz aufzulösen gesucht, z.B. wurden beschädigte Decken entfernt und so Lichteinfall ermöglicht. 


Das Dach des Hinterhauses wurde im desolaten Teil abgebrochen und durch ein Gründach ersetzt. Die neuen Teile sind als Implantate ("gelandete Elemente") konzipiert, Elemente die aufgrund der Situierung, der Form, der Materialwahl die neue Nutzung darstellen. Die verwendeten, teilweise industriellen Materialien zeigen sich in ihrer Einfachheit als" arme" Materialen, nobilitiert durch ihre Kombination, Überlagerung, Gegenüberstellung.

Das Projekt wurde 1991 mit folgenden Auszeichnungen gewürdigt:
- Bauherrenpreis der Zentralvereinigungs der Architekten Österreichs
- Wiener Stadterneuerungspreis

HE29: Implantate im Biedermeier-Ensemble Hermanngasse, 1070 Wien