Biotope City - CC4/1+2, CC7
Urbane Achse - Bauten für das Stadtleben
2018

Wege-Netz der Kommunikationen

Die Biotope City unterscheidet sich neben vielen anderen Komponenten von den gewöhnlichen Stadtrandsiedlungen durch ihre urbane Achse. Sie führt von der Triester Straße bis zum Hauptplatz der City. Was macht nun die städtische Qualität dieser Achse aus? Es ist die Einbindung des halböffentlichen Raumes in die Gebäude selbst.

Will heißen, die Erdgeschosszonen der begleitenden Gebäude werden von Geschäften und Lokalen belebt. Stadtmöbel bieten Ruhepole im transitorischen Raum der Stadtflaneure. Die Verbindung Triester Straße-Hauptplatz begleitet RLP den Gebäuden CC4|1+2. Im CC4|1 ist ein weiterer Magnet der City-Community: Die Sporthalle des Quartiers.

 

Die Logik der Erschließung des Quartiers endet nicht mit der ausbildung einer starren Achse. Vielmehr führt eine Stiege über eine Hangkante hinweg zu den oberen Bereichen der Biotope City mit der Schule und den Wohnbauten CC7 von RLP.

Somit ergibt sich ein schlüssiges Wegenetz im Quartier, dessen inhaltlicher Schwerpunkt auf dem Zusammenleben der BewohnerInnen liegt. Hier soll öffentliches Leben entstehen, damit die City ihrem Namen gerecht wird. 

Weitere Projekte von RLP in der Biotope City: CC1-The BrickCC3


Biotope City - CC3
Wohnen an der Ottokar-Fischer-Gasse 3, 1100 Wien
2018

CC3 - flexibles Wohnen mit vertikalem Grün

Städtebau und Außenraum
Der Baukörper ist einer von vier Fingern, die das Areal der Biotope City von Süden nach Norden durchziehen. Das Verschwenken der beiden Gebäudteile bringt Vorteile. Es entsteht eine fließende Bewegung durch die Abfolge der Außenwände. In Korrespondenz mit den benachbarten Bauten entsteht ein Freiraum, der sich öffnet und verengt, also räumliche Spannung generiert.

Konstruktion und Kommunikation
Tragende Außenwände und Mittelwände, sind die Grundlage für eine flexible Raumorganisation. Wohnungen können nach Bedarf erweitert oder zusammengelegt werden. Diese Struktur ist ebenso ökonomisch wie nachhaltig.
Die Anordnung der Bauteile bildet sich auch in der Erschließung im Inneren ab: die Gangbereiche eröffnen unterschiedliche Blickfelder. 

 

 

 

Sie sind großzügig angelegt und Teil der (gebauten) internen Kommunkationsangebote. Dazu zählt auch ganz wesentlich das Stiegenhaus als transitorischer Begegnungsraum.

Freiraum und Architektur
Neben dem großzügigen öffentlichen Anteil der Hausgemeinschaft verfügen die einzelnen Wohnungen mit den Balkonen über einen privaten Freiraum. Als Aufforderung zum Begrünen verstanden, tragen die dort eingebrachten Pflanzen zum Mikroklima der gesamten Anlage bei. Außerdem bilden sie die Veränderungen im Lauf der Jahreszeiten unmittelbar an der Fassade ab. Eine willkommene Ergänzung zur Fassade als verlaufender und damit sich ändernder Raumteil.  

Weitere RLP-Baufelder RLP: CC1-The BrickCC4/1+2, CC7


Biotope City - CC1
The Brick, Triester Straße 89-91, 1100 Wien
2018

Die Ruhe des Mediums

Im Rahmen der Biotope City entsteht bis 2020 „The Brick“: Der Gebäudekomplex mit 30.730 m² BGF für die Soravia-Gruppe umfasst ein Hotel, Gastronomie und zwei Bürotrakte. Die Baugruppe bildet das Entrée zur Biotope City und begleitet zugleich die Triester Straße.

Die Materialwahl von RLP für die eleganten Fassaden auf dem Gebiet der ehemaligen Ziegeleien war naheliegend wie auch spannend: Im Entwurf zeigte sich die Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten mit dem „ersten Fertigteilprodukt der Menschheit“ (Roland Rainer).

Die Pfeiler-Ordnung in Einklang mit der städtebaulichen Disposition ergibt einen markanten Gebäudekomplex – ein Landmark im Verkehrsstrom der Triester Straße. Die Ordnung orientiert sich an klassischen Beispielen mit der Auflösung der Baumassen nach oben hin. 

 

 

 

Die wandelnde Perspektive der Fassadenflucht ergibt eine Verdichtung und Ausdehnung der Pfeiler-Ordnung, sodass ein cinematographischer Effekt entsteht. Dabei bleibt die Architektur "standhaft", orientiert sich nicht an Bildern außerhalb des Mediums.

Es sind die einfachen, genuinen Mittel der Baukunst und die Authentizität des Materials, welche eine selbstverständliche und damit ruhige Wirkung des Gebäudes generieren. 

The Brick wurde 2x mit DGNB-Platin und 1x mit ÖGNI Kristall ausgezeichnet. Zusätzlich erhielt The Brick den Architekturpreis "Gebaut 2020" der Magistratsabteilung 19.

 

Weitere RLP-Baufelder RLP: CC3CC4/1+2, CC7


Biotope City
Biotope City: Wiens neuer Süden - Stadtquartier mit Klimaschutz
2018

Biotope City. Synergie. Stadt. Natur.
Das Telegramm

Der Ort
Im Süden Wiens am Übergang zwischen Stadt und dem Naherholungsgebiet Wienerberg. Business Parks und Hochhäuser im Westen, Einfamilienhäuser im Osten und die alte Coca Cola Fabrik nahe der Triester Straße als Baugelände.

Die Vorgangsweise
Interdisziplinäres Team für kooperatives Projektverfahren. Gemeinsamer Qualitätenkatalog. Architekten, Stadtplaner, Verkehrs- und Gemeinschaftsorganisatoren suchen smarte Koordination von Mensch+Natur.

Das Ziel
„Biotope City“, ein Stadtquartier als Symbiose von Siedlungs- und Grünraum mit Höhenentwicklung, die der Umgebung entspricht. 4 Finger durchziehen den Grünraum von Süden nach Norden. „Wohnen und Arbeiten im Park“. Freiraum, bepflanzte Fassaden und Dächer dämpfen Temperatur. 


Urbane Dichte die Basis des hohen Grün-Anteils - vertikales Grün. Mehr Grünflächen als im ursprünglichen Zustand. Biodiversität - gerettet und erweitert. 

Die Umsetzung
Optimierung durch Grundstücke übergreifendes Flächenmanagement. Vielfalt der Architektur im Gesamtkonzept. Kontrolle der Umsetzung durch ein Ampel-System der durchgeführten Planungsschritte.

Der Verkehr
U-Bahnstation in absehbarer Zeit. Autofreie Oberfläche. FußgängerInnen und RadfahrerInnen im Mittelpunkt. Förderung der Gesundheit nach den Vorstellungen des "Active Design".

Beitrag von RLP
RLP war maßgeblich beteiligt an Qualitätenkatalog und Masterplan. Basis für den Flächenwidmungs- und Bebauungsplan. Die Baufelder CC1, CC3, CC4|1+2 und CC7 werden nach RLP-Plänen errichtet.


SONN2
"Sonnwendviertel II", 1100 Wien, BTW + Realisierung
2017

Mehr Licht

Hinter der Zahl 0507 verbirgt sich die Hersteller-Bezeichnung für die Farbe der neuen Wohnhausanlage im Sonnwendviertel am Wiener Hauptbahnhof. 0507 strahlt weithin sichtbar Frische aus, erinnert an Aprikosen und bringt zu allen Jahreszeiten gute Stimmung. Die neue Anlage von RLP kann aber mehr als nur Freude durch Farbe bringen. Die Anordnung der Baukörper lässt dank ihrer unterschiedlichen Höhen mehr Licht und Sonne ins Quartier. Die geförderten Wohnungen sind intelligent geplant, die kleineren nennen sich sogar SMART-Wohnungen. Alle lassen sich bei Bedarf nachträglich sinnvoll ändern.
Zur Farbe für alle Jahreszeiten kommen also die Wohnungen für alle Lebenszeiten. Dazu zählen ein dreigeschossiges Seniorenhaus und der ebenerdige Kindergarten. Wohngemeinschaften für Alleinerziehende und betreutes Wohnen runden das vielfältige Angebot ab.

 

 

 

Was für das Innere gilt, setzt sich im Äußeren fort. Private Balkone und Loggen, gemeinschaftliche Terrassen und Dachzonen bringen ein hochqualitatives Angebot für die Freizeit.
Die Architektur von RLP ist auf eine Weise effizient, dass das dichte Bauvolumen nicht ins Monotone abrutschen kann. Leicht versetzte Fensterachsen sorgen beim Anblick des Hauses für subtil-witzige Irritationen. Weiß gefärbte Fensteröffnungen und Loggien unterstreichen das Plastische, die Ecken sind markant in Form gebracht. Ausschwingende Terrassen bringen Bewegung in die Umgebung. Die Symbiose aus Architektur und praktischem Nutzen bewirkt Nachhaltigkeit, weil das Gebäude auf lange Zeit genutzt und geschätzt werden wird. 


QBC6.1
Wohnen im persönlichen Grün, 1100 Wien
2016

Mehr Grün

Das Quartier Belvedere, unmittelbar am Wiener Hauptbahnhof gelegen, bildet einen attraktiven Mix aus Hotels, Büros und Wohnen, verteilt auf sechs Bauteile mit einer Gesamtbruttogeschoßfläche von rund 130.000 m².

Das Gebäude QBC6.1 fällt vor allem durch seine außergewöhnliche Fassade auf. RLP Rüdiger Lainer + Partner setzt nämlich konsequent das Konzept der Erweiterung des innerstädtischen Grünraumes in der Vertikalen fort, wie es mit dem Projekt Wiedner Hauptstraße vor 15 Jahren erstmals realisiert worden ist.

 

 

 


QBC6.2
Serviced Apartments im Quartier Belvedere, 1100 Wien
2016

Wohnen auf Zeit

Das QBC besticht durch seine zentrale und verkehrsgünstige Lage am neuen Hauptbahnhof, einem attraktiven Nutzungsmix und die moderne Architektur.
Das QBC 6.2, das Rüdiger Lainer + Partner geplant hat, umfasst 10 Obergeschoße. Auf den über 8.500 m² Bruttogeschoßfläche entstehen 131 Serviced Apartments mit vollausgestatteter Küche. Im Erdgeschoß befinden sich auf ca. 750m² Co-Working-Flächen samt Besprechungsräumen und ein Fitnessbereich. 

 

 


HoHo
HoHo Wien - Holzhochhaus, 1220 Wien, in Bau
2016

Mit Holz Höhe gewinnen
2015 stellte die cetus Baudevelopment GmbH als Auftraggeberin das HoHo Wien den Medien vor. Das Holzhochhaus von RLP Rüdiger Lainer+Partner ist mit seinen 24 Etagen eines der höchste Gebäude seiner Art weltweit.

Wichtiger aber ist sein urbaner Gebrauchswert. Der Turm bildet ein integratives Element im neuen Wiener Quartier Seestadt Aspern. Nach Fertigstellung werden dort Büros, serviced Apartments, ein Hotel und Wellness-Bereiche eingerichtet. Voraussetzung für diese Mischung ist ein innovatives Konstruktionssystem, das für höchste Flexibilität der Nutzflächen sorgt: HoHo Wien zeigt im Vergleich zum reinen Holzbau die Vorzüge der Holzhybridbauweise. Aussteifende Beton-Kerne dienen der Versorgung und Erschließung. Angedockt ist die Holzbaukonstruktion für die offene Gebäudenutzung. Der Holzbauanteil ab EG kann mit 74% beziffert werden.

 

 

 

Das HoHo Wien wurde 2016 mit dem Iconic Award des Rates für Formgebung, dem Architekturpreis der Stadt Wien "Gebaut 2019", der NÖ Holzbaupreis 2021 und dem Wienwood 2021 ausgezeichnet.


Win height with wood
In 2015 the cetus Baudevelopment as principal introduced the HoHo Vienna to the media. The building of RLP Rüdiger Lainer + Partner with its 24 floors is currently the tallest wooden house worldwide, which is really under construction. More importantly is the urban utility value. The tower is due to its multi-functionality an integrative element of the new seaside town Aspern. HoHo Vienna shows the advantages of hybrid design. Concrete cores serve as access. Docked is the wooden construction with neutral surfaces. The proportion of wood from ground-level comes to 74 percent.


MTH22
Zu- und Umbau Wohn- und Bürohaus Schottenring 19, 1010 Wien
2015

Grün, gründerzeitlich, ausgezeichnet
Sanierungen von historistischen Gebäuden gibt es viele. Überschaubar ist dagegen die Zahl jener Revitalisierungen, die alte Häuser dem energetisch-technischen Stand von Neubauten angleichen. Beim Projekt "Schottenring 19" in Wien konnte der Energiebedarf halbiert und die EU-Erdbebenrichtlinie erfüllt werden. Als Anerkennung wurde RLP Rüdiger Lainer + Partner mit dem Green Building Award der EU-Kommission ausgezeichnet. Wir freuen uns für dieses Projekt auch den Architekturpreis der Stadt Wien "Schorsch 2016" verliehen bekommen zu haben.

Im wesentlichen geht es bei dieser Revitalisierung um die Optimierung des hohen Potentials der gründerzeitlichen Architektur in möglichst allen Belangen. Die Voraussetzungen dafür waren sehr brauchbar. Die offene Struktur des Hauses (errichtet 1878) bot die Möglichkeit nutzungsneutrale und damit wirtschaftliche Flächen zu entwickeln. In Abstimmung mit dem Denkmalschutz wurde außerdem die Dachzone erweitert und der Innenhof als halböffentlicher Freibereich wieder geöffnet.

 

 


MAU
Wohnhausanlage Mautner-Markhof-Gründe, 1110 Wien, BTW
2014

Wohnen im ungewohnten Rahmen 
Im Bürobau ist es ganz selbstverständlich, die Flexibilität der Arbeitsbereiche zu gewährleisten. Beim Wohnen sieht es anders aus: Zwei oder drei Zimmer und die Küche am Korridor angesiedelt - und fertig ist das Schema fürs jahrelange Zusammenleben. Alternativen zu solchen Wohngewohnheiten entwickelt RLP Rüdiger Lainer + Partner in der Anlage auf den Mautner-Markhof-Gründen.
Die einfache bauliche Struktur mit tragenden Außen- und Mittelwänden bietet die Basis für Flexibilität und nutzungsneutrale Flächen. Damit nicht genug, sind die Wohnungen in Zonen gegliedert.
Diese können in der Tiefe und Breite der Fläche verbunden oder getrennt werden. Konkret am Beispiel von "Dolap", der größenmäßig einer Standardwohnung von rund 80 Quadratmetern entspricht: Bei "Dolap" - benannt nach dem türkischen Schrank - ist die Tiefe des Gesamtraumes in drei Zonen gegliedert.

 

 


Die mittlere Schicht nimmt den allgemeinen Bereich für Wohnen, Kochen und Essen auf. An diese docken links und rechts zwei weitere Raumzonen an, die durch bewegliche Trennwände in 2 bis 4 Zimmer gegliedert werden können. Ein solches Organigramm eröffnet ungeahnte Möglichkeiten im Zusammenleben. Für Gäste lassen sich temporär Zimmer abtrennen, Arbeitsbereiche können definiert werden. Die "lieben Kleinen" aber auch die Eltern verfügen über ihre eigenen Wohnbereiche, verbunden durch den Mittelstreifen des Essbereiches. Das "Zonensystem" erlaubt also ständige Veränderung, die von den Bewohnern ausgeht. Sie sind damit über die Jahre hinweg wieder Entscheidungsträgern in den eigenen vier oder mehr Wänden macht.


GERA
Wohnbauten Gerasdorfer Straße, 1210 Wien, BTW, 1. Preis
2014

Aktivität ergänzt Introvertiertheit:
Das vielfältige und flexible Wohnungsangebot mit großem, geschütztem Freiraum, das sicheren Rückzug ins Private und auf Wunsch Introvertiertheit und Cocooning bietet, wird ergänzt durch eine gemischte Aktivitätszone mit differenziertem Anger und einer multifunktionalen Aktivitätszone.

Eigensinn und Gemeinsinn:
Herr/Frau Dornröschen trifft Frau/Herrn Düsentrieb - Eigensinn und Gemeinsinn sind im Freiraum des Projekts gleichermaßen möglich.

Permalink Webcam: miete32.it-wms.com

Selbstbau und Partizipation
Die „alte“ Wiener Siedlerbewegung in den 20er-Jahren war in gewisser Weise auch eine Selbstbau- und Bastlerinitiative, die „neue“ Siedlerbewegung soll das mit modernen Mitteln auch werden können. Die Aktivitätszone im Zugangsbereich der Siedlung ist verkehrstechnisch konsequenter „Shared Space“ mit einer gemischten Nutzung von aller Art von Fahrzeugen von Oldtimern bis zu E-Mobilen und Freizeit-Geräten sowie für Geselligkeit und Alltagsleben von Jung und Alt.


RAX
Wohnhausanlage Raxstrasse, 1100 Wien, BTW, 1. Preis
2013

Hohe Dichte, viel Licht
Die Struktur der Bebauung wird von einem gemeinsamen Auftritt der Architekten Artec, Krischanitz und RLP Rüdiger Lainer + Partner an der Raxstraße - analog zum historischen Ansatz der Gründerzeitstadt - individuell in die Tiefe entwickelt.

Unser Ziel war es, im Rahmen der städtebaulichen Vorgaben und der Flächenwidmung, die Aufgabe hochverdichtet zu bauen mit den Anforderungen des Passivhauses und der Schaffung von Freiräumen hoher sozialer Qualität zu überlagern. Dies gelingt durch die spezielle Modellierung zweier Baukörper, die nicht nur ein optimiertes Oberflächen-/Volumenverhältnis haben, sondern auch wesentliche stadträumliche Funktionen übernehmen.

 

 


Durch die Orientierung der Baukörper nach dem Sonnenverlauf unter dem Motto „Wir wickeln uns um die Sonne“ ist nicht nur die energetische Optimierung, sondern auch eine besondere Benutzungsqualität der Wohnung gegeben. Wie in der Besonnungsstudie dargestellt, werden allen Wohnungen mehrstündige Besonnung und Ausblicke in die Frei- und Zwischenräume ermöglicht sowie der Anteil der Nutzflächen, die nach Norden orientiert sind, minimiert.

Das Projekt wurde mit dem klima:aktiv Gold Standard ausgezeichnet.


IWP
Innovatives Wohn- und Pflegehaus Döbling, 1190 Wien
2012

Zu Hause
Das neue Gebäude reagiert auf die Heterogenität der Umgebung. Ziel ist es, eine, trotz der relativ großen Baumasse, in den Kontext integrierte Gebäudestruktur zu schaffen.

Es wird das Prinzip der Einzelbaukörper im Umfeld aufgenommen. Zum öffentlichen Raum übernehmen die Stirnseiten der Cluster den Rhythmus der Nachbarbebauungen als Solitäre.

 

 


In jedem der drei Pflegegeschoße sind drei Bereiche mit jeweils zwei Wohngruppen angeordnet. Die Wohngruppen bestehen wiederum jeweils aus 14 Einheiten. Diese sind mit Bezug auf die gemeinsame Raumsequenz, dem sekundären Wohnbereich, der als Koch-, Ess- und Wohnraum mit zugehöriger Gemeinschaftsloggia dient, angeordnet.

Damit wird Identifikation und Vertrautheit, das Gefühl zu Hause zu sein, gestärkt.

Das Projekt wurde mit dem Architekturpreis der Stadt Wien "Schorsch 2013" ausgezeichnet.

IWP: Innovatives Wohn- und Pflegehaus Döbling, 1190 Wien

LGV
Wohnanlage Kagraner Spange, 1220 Wien
2011

Kagraner Idylle
Die westlich gelegene, vielfältige Wohnstruktur bietet mit introvertierten, gestapelten Patiohäusern Einfamilienhaus-ähnliche Wohnqualitäten, während die dazwischenliegenden, extrovertierten Stadthäuser urbane Qualitäten erlebbar machen.

Die vielgestaltigen und vielfach nutzbaren Stadträume, die zwischen diesen Bauten aufgespannt werden, suchen die räumlichen und sozialen Qualitäten, die wir an historischen Städten schätzen, neu zu interpretieren.

Die Überlagerung von „städtischer Signifikanz“ und „ländlicher Ungestörtheit“ soll aus diesem verkehrstechnisch optimal erschlossenen Projekt ein unverwechselbares Quartier mit hoher Lebensqualität und starkem Image machen.

Dieses Projekt wurde mit dem "best architects 2013" ausgezeichnet.


HMV
Haus mit Veranden: Niedrigenergiewohnhaus und KITA Buchengasse, 1100 Wien
2008

Der neue Wiener Block
Aus einer 1-2 geschoßigen Sockelzone mit eingeschnittenen Freiflächen und privaten Höfen wächst die höhere Bebauung, die von dem niederen, differenzierten Blockrand zurückrückt.

Die Solitäre werden durch ihre Terrassierung, Einschnitte und die vorragenden, individuellen Veranden gegliedert.

Dieses Konzept bietet den Bewohnern und Anrainern trotz hoher Dichte Freiraumqualität, Ausblick, Durchblick und Besonnung. Das Prinzip der Grundrisse basiert auf einem einfachen Modulsystem, welches eine Aneinanderreihung vielfältiger Grundrisstypen ermöglicht.


Eine großes Angebot an gemeinschaftlichen Freiflächen unterschiedlicher Qualitäten und Organisation wie Gemüsegärten, Liegewiesen, Whirlpool und Sauna am Dach, Kinderspielplätze und introvertierte Loggien (vertikale Gärten), bereichern die Wohnoase.

Wir freuen uns, dass das Haus mit Veranden mit folgenden Auszeichnungen geehrt wurde:
- Green Good Design Award (2010)
- 20+10+X World Architecture Community Award (2010)
- best architects 2010


NIB
Dachausbau Nibelungengasse 1-3, 1010 Wien
2008

Balance am Dach
Der Entwurf für den Dachausbau basiert auf dem Ansatz, eine zeitgemäßen Synthese zwischen der architektonischen Sprache der klassischen Moderne des Akademiehofs und dem Historismus von Romano und Schwendenwein zu schaffen.

Grundprinzipien für die Ausprägung des Dachausbaus:

  • Horizontale Schichtung durch gesimsartige Dachelemente, die sowohl als Flügel, wie als ein geklapptes Dach gelesen werden können.
  • Rhythmisierung dieser Elemente in Längsrichtung, die damit eine fließende Bewegung ablesbar machen, die aus den bestehenden Fensterüberdachungen abgeleitet wird.
  • Zurücknahme des Bauvolumens im Bereich der Eckrisalite, durch Absenkung des Flügels, respektive Rücksprung der Fassade.


Der neue Dachaufbau stapelt sich gegenüber dem Bestand zurück, um die klare Trennung von Alt und Neu zu präzisieren und die Proportionierung des Bestandes nicht zu verunklären. Der neue Dachausbau fungiert daher als Interpretation eines abgewalmten Daches.


LEY27
Wohnbau Leystrasse, 1200 Wien
2008

Vielfalt durch Neutralität
Der Körper ist ein schlankes Zwischenstück, das durchgesteckte flexible, nutzungsneutrale Wohnungen ermöglicht. Diese Wohnungen basieren auf den Untersuchungen zu gründerzeitlichen Bebauungen, deren Qualität im Prinzip ihrer Nutzungsneutralität liegt, die über die Zeit hinweg eine Vielfalt an Nutzungen erlaubt.

LEY27: Wohnbau Leystrasse, 1200 Wien

TAU12
Wohnbau Taubstummengasse, 1040 Wien
2008

Neu begegnet Alt
Mit dem Konzept werden zwei rechtwinkelig zueinander stehende Trakte in enger Beziehung zu dem östlich angrenzenden alten Straßentrakt und den von dessen Seitenflügeln gefassten Hof platziert . Damit bleibt die Lücke offen und der parkartige Binnenbereich des Gevierts tritt an dieser Stelle mit dem Straßenraum wirksam in Beziehung.

TAU12: Wohnbau Taubstummengasse, 1040 Wien

VIR12
Wohnbau Rudolf-Virchow-Straße, 1210 Wien
2007

Vielfalt der Grundrisse
Der Bauteil besteht aus 2 Baukörpern, die nach Ost-West orientiert sind und leicht gegeneinander verdreht sind. Die Bauteile werden durch die „Entwicklungsachse“ getrennt, an der sich überdeckte Fahrradabstellflächen und angelagerte Räume für verschiedene Nutzungen zur Aneignung durch die Bewohner befinden. Die Baukörper sind 6-geschossig, mit einem zusätzlichen zurückgesetzten Dachgeschoss.

Eine hohe Steigerung der Wohnqualität wurde durch die Ausbildung der 2-geschossigen Loggien und Wohnräume erzielt, da der Sonneneinfallsanteil für Freiraum und Wohnraum erhöht wird. Durch den Einsatz eines modularen Prinzips für die Grundrissentwicklung wird eine hohe Flexibilität erzielt und auch spätere Zusammenlegungen und Teilungen von Wohnungen werden ermöglicht. Damit wird eine hohe Vielfalt von Wohnungsgrößen und Wohnungsgrundrissen erzielt.


WIKA
Wirtschaftskammer NÖ, 3100 St. Pölten
2006

Kalkulierter Zufall
Auf den ersten Blick wirkt das lange Gebäude mit der mehrmals flach geknickten Fassade nicht wie ein Bürohaus. Es hat nicht die übliche Glasfassade und schon gar nicht in doppelter Ausführung. Vielmehr ist es ein Massivbau. Städtebaulich korrespondiert das weit südlich des historischen Zentrums befindliche Bauwerk mit benachbarten Wohnanlagen. Doch von diesen unterscheidet es die lebendig bewegte große Form.
Aus dem massiven Volumen sind da und dort loggienartige Volumen herausgeschnitten. Bauplastisch relativieren sie die Strenge des großen Körpers; funktional dienen sie kurzen Arbeitspausen im Freien. Die außen aufgesetzten Fenster scheinen auf den ersten Blick ebenfalls unregelmäßig angeordnet, die scheinbare Zufallsverteilung folgt jedoch exakten geometrischen Regeln und korrespondiert mit den Bürotrennwänden. Die kalkulierten Zufälligkeiten vermeiden eine Untergliederung der Fassade, lassen sie flächiger wirken und stärken die große, ganzheitliche Form.


In spitzem Winkel durchstößt die Eingangshalle das Erdgeschoss. Nach der Ädikula des Windfangs gelangt man in eine zwei Geschoße hohe Vorhalle. Ein Steg, der den Raum quer überspannt, bildet eine kurze Zäsur, bevor der sechs Geschoße hohe, glasüberdeckte Lichthof folgt. Im Grundriss reihen sich die Büros entlang den Fassaden. Drei Flügel streben wie bei einem Y vom Rumpf des Baukörpers weg. Ihre Mittelzonen sind keilförmig aufgespreizt und enthalten Neben- und Archivräume.
Der hohe Lichthof von unregelmäßiger Raumbegrenzung entfaltet seine autonome Kraft im Zentrum. Rundum ziehen sich die Erschließungsgalerien der Büros. Die Gänge werden von den innen verglasten Loggien oder kleinen Ausweitungen unterbrochen. An den Stirnseiten der Gebäudeflügel entsteht jeweils eine kleine Halle.

 
Dieses Projekt wurde mit folgenden Auszeichnungen gewürdigt:
- Bauherrenpreis der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs (2006)
- Vorbildliches Bauen in Niederösterreich (2008)

WIKA: Wirtschaftskammer NÖ, 3100 St. Pölten

KUKA
Kunstplatz Karlsplatz, 1040 Wien
2006

Erlebnis Kunst
Die Definition als Kunstplatz Karlsplatz bedingt die bewusste visuelle Integration der vielfältigen kulturellen und wissenschaftlichen Institutionen. Essentiell für das Erleben des Karlsplatzes als Kunstplatz ist das Sichtbarmachen der Institution. Dies wäre ein einfacher 1. Schritt. Einbeziehen der unterschiedlichen historischen Entwicklungsstufen und der sich daraus ergebenen Einschränkungen als pragmatisches Handlungsfeld. Das Gedächtnis des Ortes als Hintergrund.

KUKA: Kunstplatz Karlsplatz, 1040 Wien

FAV27
Um- und Zubau Favoritenstraße 27, 1040 Wien
2005

Logik der Konstruktion
Auf das kräftige Mauerwerk der Bestandsgeschoße soll eine, der Logik des Hauses folgende, STB-Konstruktion mit Außenwandscheiben und aufgelöster Mittelwand gesetzt werden. Im Bereich des Dachaufbaues ergänzt eine rhythmisierte Fassade mit einem vegetabilen Aluguß-Vorsatzlayer, strukturiert durch horizontale Gesimse, die flächige Bestandsansicht straßenseitig.

Als wesentliches neues Element im Hof tritt die begrünte und überwachsene Freiraumzone, über die auch die Erschließung der neuen Geschoße erfolgt, hervor. Das Gebäude wendet sich damit von der lauten innerstädtischen Straße hin zum anmutigen frisch grünen Innenbereich.

FAV27: Um- und Zubau Favoritenstraße 27, 1040 Wien

BOLTZ
Wohn- u. Bürohaus Boltzmanngasse, 1090 Wien
2004

Die Tiefen der Fassade
Aus dem Kontext heraus entwickelt sich das Thema, die Tiefe der Fassade zu strukturieren. Die ausgeprägte Plastizität, die skulpturale Wirkung und die in der Fläche verschwindenden Fensteröffnungen historistischer Bauten bestimmen das Umfeld. Diese historistischen Gebäude mit ihren ausgeprägten Fassadengliederungen definieren jedoch eine starke Hierarchie in der Organisation der Fassade.

Die Beletage wird hervorgehoben, das Sockelgeschoss und das Attikageschoss gliedern die Höhenentwicklung und sind primär äußerlich. In der Boltzmanngasse ist die Gliederung der Fassade enthierarchisiert und soll auch aus dem Inneren des Baukörpers heraus wirksam und ablesbar sein. Die Fassadenbausteine springen 30 bis 70 cm vor und zurück. Damit bewältigt die vielschichtige Struktur auch den starken Höhensprung im Baukörper.


Verschiedene Oberflächen verstärkenden Effekt: das Spektrum reicht von scharfkantig bis zu weich fließenden, durchs Beboxen des noch weichen Materials erzeugten Vertiefungen. Konzipiert auf Schrägansicht, bricht sich das Streiflicht der nachmittäglichen NW-Sonne auf der gesamten Fassade. Im sehr kleinen Hof wird das Thema aufgenommen und variiert: die Holzschalung in Metallrahmen an den Balkonen vertiefen die Geländer, bilden ruhige Zonen und schützen vor Nachbarblicken.


HÜTTEL
Büro- u. Fitnesscenter Hütteldorferstraße, 1140 Wien
2003

Die aus statischen Gründen extrem leichten Auf- und Zubauten mit ihren Stahlkonstruktionen und Betonfertigteilwänden erhalten eine Haut aus Aluminiumgusstafeln.

Abdrücke von gefrorenem Pflanzengeflecht bilden in durchgehendem Rapport eine schimmernde, reliefhafte Oberfläche.

Das Büro- und Fitnesscenter Hütteldorferstraße wurde 2004 mit dem Wiener Stadterneuerungspreis ausgezeichnet.


WIED135
Wohn- und Geschäftshaus Wiedner Hauptstraße, 1050 Wien
2003

Die "Hängenden Gärten"
Das Gebäude wird eingebettet in den umhüllenden Naturraum der “hängenden Gärten”, die als Filter zum dynamischen Stadtraum sinnliche Stimmung vermitteln. Der Strukturaufbau erfolgt in Raumschichten, die parallel zur Straßenfront verlaufen. Die Erschließung ist eingebettet in den hohen vertikalen Grünraum. Eine offene Licht- und Luftschicht mit eingelagerten Nestern und Brücken, die unterschiedlichen Formen des Außenwohnens dienen, wird von einer weiteren Schicht mit verandenartigen Vorräumen als Puffer und Diele ergänzt.
Dahinter folgen, abgerückt von der Straße, Grundeinheiten von 50 Quadratmetern, die - kombinierbar und teilbar - unterschiedliche Nutzungszuschnitte und Wohnungsgrößen ermöglichen. Die Konstruktion mit Skelettrahmen erlaubt auch die Nutzung größerer zusammenhängender Flächen.


Eine Vielfalt unterschiedlicher Pflanzen - blühende Rankgewächse, unterschiedlich duftende Sträucher, immergrüne und sich im Lauf der Jahreszeiten verändernde Blätter - bestimmen die Atmosphäre des erschließenden Zwischenraums. Diese unterschiedlich dichte Bepflanzung, die den Weg zu den Wohnungen begleitet, schafft wechselnde Lichtstimmungen und das Gefühl sich in den Pflanzkronen zu bewegen.


WITT
Betriebsgebäude Wittmann Möbel, Etsdorf, Niederösterreich
2002

Firn und Eis
In den Komplex der von Johannes Spalt geplanten und kontinuierlich erweiterten Betriebsgebäude der Firma Wittmann wurde ein Gebäude für die Endfertigung und Auslieferung eingefügt. Das neue Gebäude der Tapeziererei ist in den Hof zwischen Schlosserei und Fertigung eingeschoben. Seine geschwungene Außenform nach Norden resultiert aus den Wegeführungen und Wendekreisen der anliefernden und abholenden Transporter. Die Halle ist eine einfache Konstruktion aus Stützen und Trägern mit größeren Spannweiten in Querrichtung.

 

 


Die Träger und die Dachflächen aus Trapezblechen mit extensiver Begrünung sind leicht geneigt, die darunter schwebenden Schichten der technischen Infrastruktur strikt horizontal. Diese minimale Verschiebung wirkt als visuelle Vibration im homogenen Raum. Die gekurvte Wand aus Profilbaugläsern mit eingelegter transluzenter Wärmedämmung schafft gleichmäßige Belichtung der Arbeitsplätze. Je nach äußerer Stimmung changiert der Lichtcharakter der Oberfläche von Firnflächen zu Eisfeldern.


COBENZL
Wohnhaus Cobenzlgasse, 1190 Wien
2002

Reaktion auf den Kontext
Grundlage des Konzeptes für die vorgeschlagene Bebauungsstruktur ist es, den Bestand durch die Anbindung an die Feuermauer der angrenzenden Bebauung einzubeziehen, wie auch den Übergang vom Grinzinger Ortskern zu den beginnenden Hügeln des Wienerwaldes architektonisch zu klären.

Die Metapher des geschichteten Terrains, das sowohl entlang der Höhenstraße als Böschung, wie auch in den Weinbergen als Terrasse ausgebildet ist, ist Ausgangsthema des Entwurfs.

Diese Einbeziehung eines artifiziellen Naturprinzips erlaubt spezifische Antworten auf die unterschiedlichen Ränder des Grundstücks zu suchen. Es war daher eine differenzierte Bebauung zu entwickeln, die in der Lage ist, auf die völlig unterschiedlichen Randbedingungen zu reagieren.


LAX
Veranstaltungszentrum Kaiserbahnhof Franz-Josefsplatz, Laxenburg
2001

In den Bestand eingreifen
Die Halle des winzigen Kopfbahnhofs wurde Mitte des 19. Jhdt. für Sonderzüge des Kaisers errichtet. Mit dem für die Nutzung als Veranstaltungszentrum erforderlichen Zubau wird gestalterisch die früher offene Westseite neu interpretiert, indem der schachtelartige Neubauteil wenige Meter in den Bestand hineingreift. Seitlich wird der Zugang offen gelassen und über ein Atrium der Raumverschluss relativiert. Damit erhält das Bauwerk eine zweite Kopfsituation.


PLEASURE
Pleasure Dome - Entertainmentcenter Gasometer, 1030 Wien
2001

Das Gebäude ist als, vor die Gasometer gelagerte, Struktur konzipiert, eine Art topologische, "landschaftliche" Architektur.

Ein, den öffentlichen Raum begrenzender, "Sockel", der durchsichtig und durchscheinend, in Farbe und Licht getränkt, eine große städtische Skulptur bilden soll, vermittelt zwischen Innen und Außen und versucht einen neuen Bezug zur Stadt herzustellen.

Das Entertainment Center wurde 2001 mit dem Bauherrenpreis der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs ausgezeichnet.


EURO
Kinocenter "Cineplexx City", 5020 Salzburg
1999

Am Salzburg Bahnhofsplatz wurde in distanzierter Verknüpfung zur ehemaligen Brotfabrik von Hugo Gessner das Kino- und Entertainmentcenter als "kontextueller Solitär" errichtet.

Thema ist die transluzente, stofflich wirkende, das Licht differenziert filternde Hülle des Gebäudes, die fast unmerklich eine Metamorphose durchlebt.


YOU
Jugendkulturen ‘68 –‘98, Steirische Landesausstellung, Bad Radkersburg
1998

Zwischen Altbausubstanz und einem neu hinzugefügten Quader aus Stahlbeton öffnet sich ein großzügiger Hof, der für die Zeit der Ausstellung mit einem provisorischen Dach überspannt war.

In diese Struktur legten Rüdiger Lainer, Werner Silbermayr und der Grafik-Designer Erich Monitzer eine Ausstellungslandschaft, die über mehrere Ebenen führte. Als Rhythmusgeber dienten geschlossene thematische Stimmungsräume, auf die Vertiefungszonen folgten.

Teils über offene Rampen und Stege, teils durch die Räume des Altbestands führte die Chronologie von den 60iger bis zu den 90iger Jahren.

YOU: Jugendkulturen ‘68 –‘98, Steirische Landesausstellung, Bad Radkersburg

FAVTU
Institutsgebäude TU Wien, 1040 Wien
1997

Von außen ordnet ein raumwirkendes Textbild den Bestand und umschreibt die neue Verwendung zweier Häuser.

Im Inneren werden zwei Elemente eingefügt, um die gleichwertige Verknüpfung der Gebäudetrakte zu ermöglichen.

1. Die verbindende Halle ("Stoa")

2. Die Spange - ein zentral gelegenes Stiegenhaus


SEILER
Penthouse Seilergasse, 1010 Wien
1995

Im Rhythmus der Dächer
Die Ansicht des 2-geschossigen Glaspavillions ist von der Seilergasse aus nicht zu sehen. Die Rhythmisierung des Baukörpers verleiht ihm Ruhe und in der Ausdehnung stimmt er mit den blech- und ziegelgedeckten und meist gaupenbesetzten Dächern der Nachbarschaft überein. In einer Art Umkehrprinzip sind die öffenbaren Elemente in der zweigeschossigen Glaswand als hölzerne Türen mit breiten Rahmen und transparenter Füllung ausgeführt. Der Rhythmus entspricht dem von Gaupen.

Das Projekt wurde mit folgenden Auszeichnungen gewürdigt:
- Excellence in Design Award des American Institute of Architects (1995)
- Architekturpreis der Österreichischen Zementindustrie (1997)


ABS
Hauptschule der Stadt Wien, Absberggasse, 1100 Wien
1994

An der Südspitze des Stadterweiterungsgebietes bildet das neu hinzugefügte Bauwerk einer 12-klassigen Hauptschule dessen Abschluss. Der spielerische Umgang mit den Erschließlungsräumen, die auch Plätze und Bereiche zum Verweilen aufweisen, macht die Tagesschule zu einem prinzipiell angenehmen Aufenthaltsort. Wechselnde Zonierungen mit gemütlichen Nischen bei guter Übersicht und Erschließlungsalternativen machen aus dem gegliederten Bauwerk eine kleine Stadt.


Das Projekt wurde 1995 mit folgenden Auszeichnungen gewürdigt:
- Anerkennungspreis Architekturtage Piran
- Bauherrenpreis der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs


ASP
Wohnhausanlage Siegesplatz, 1220 Wien
1991

WAID
Wohnhausanlage Waidhausenstraße, 1140 Wien
1991

Das Wohnhaus Waidhausenstraße wurde 1990 mit dem Österreichischen Wohnbaupreis ausgezeichnet.


HE29
Implantate im Biedermeier-Ensemble Hermanngasse, 1070 Wien
1984

Zur Raumkonzeption
Die alten Mauern, die als solche ihre eigene Geschichte erzählen, stehen den neuen glänzenden und perfekten Teilen gegenüber, die einer logischen und geometrischen Ordnung folgen. Es entsteht so eine Architektur, die vom klaren und harten Gegensatz zwischen Alt und Neu bestimmt wird, die deutlich und polemisch ist, die aber auch der Ironie, dem Vergnügen und dem Spiel nahe steht.

Grundsätzlich wurde versucht in die vorhandenen Bausubstanz nur geringfügig einzugreifen und abhängig vom Erhaltungszustand die bestehenden Bauteile in die Konzeption einzubeziehen. Die grundlegende Einschränkung - Enge und mangelnde Belichtung - wurde in Übereinstimmung mit dem Zustand der Substanz aufzulösen gesucht, z.B. wurden beschädigte Decken entfernt und so Lichteinfall ermöglicht. 


Das Dach des Hinterhauses wurde im desolaten Teil abgebrochen und durch ein Gründach ersetzt. Die neuen Teile sind als Implantate ("gelandete Elemente") konzipiert, Elemente die aufgrund der Situierung, der Form, der Materialwahl die neue Nutzung darstellen. Die verwendeten, teilweise industriellen Materialien zeigen sich in ihrer Einfachheit als" arme" Materialen, nobilitiert durch ihre Kombination, Überlagerung, Gegenüberstellung.

Das Projekt wurde 1991 mit folgenden Auszeichnungen gewürdigt:
- Bauherrenpreis der Zentralvereinigungs der Architekten Österreichs
- Wiener Stadterneuerungspreis

HE29: Implantate im Biedermeier-Ensemble Hermanngasse, 1070 Wien