REIC
Quartier 4a Süd Reininghaus, Alte Poststraße, 8020 Graz
2019

Bis 2003 wurde auf den Reininghaus Gründen Bier gebraut, die Geschichte reicht sogar bis ins 16. Jhdt zurück. Bis 2025 entsteht hier ein lebendiger Stadtteil für bis zu 10.000 Menschen.
RLP zeichnet sich für die Konzeption der Bauplätze Q4A-2A und 2B verantwortlich.  Ein wesentlicher Ansatz für die langfristige Nachhaltigkeit im Sinne des Smart-Citykonzeptes ist die Variabilität und Flexibilität in der Grundrissgestaltung und -nutzung, die RLP auch bei diesem Projekt eingesetzt hat.

Bauteil 2A
Zwei durch eine Brücke verbundene Gebäudeteile mit 5 und 10 Geschoßen fassen den Raum der Espalanade. Die Trennung dieser Baukörper schafft eine strukturierte Durchlässigkeit zum Gartenhof und dem Gewerbebau des Bauteils 2B.
Das Erdgeschoß zur Esplanade mit Gewerbenutzung sichert das „lebendige Erdgeschoß“.
Durch das gewählte einfache Konstruktions- und Infrastruktursystem sind die Geschoße variabel teil- und
nutzbar. Der Nachfrage entsprechend sind damit vielfältige Wohnungsgrößen und Typologien einsetzbar.
Die Geschoße 1 und 2 können auch auf Grund Ihrer Raumhöhe als mögliche Flexzone langfristig für Gewerbe und andere Nutzungen vorgesehen werden.

Bauteil 2B
Konzipiert als eine Gebäudekonfiguration mit höchster Flächenwirtschaftlichkeit. Gleichzeitig ist eine langfristige Nutzbarkeit gesichert, weil die Flächen vielfältig gestaltbar sind: Von intimeren Kleinbüros als Rückzugsorte bis zu außergewöhnlichen Bürolandschaften. Es sind konventionelle Bürostrukturen möglich, wie auch „Activity Based Working“. Dabei geht es darum, dass für die Mitarbeiter, die für sie am besten geeignete Arbeitssituation ausgewählt wird. Grundlage dafür ist ein robustes Konstruktions- und Infrastrukturprinzip, das mit geringem Aufwand die Anpassung an vielfältige typologische Anforderungen ermöglicht.

 

 


MGC
MGC Plaza, 1030 Wien, WBW + Realisierung
2016

Attraktivität und Wirtschaftlichkeit
Der Entwurf von RLP sieht typologisch betrachtet ein „europäisches Hochhaus“ vor. Es wird also in hohen Maß eine Kontextualität entwickelt, die sich maßstäblich in der dreigeschoßigen Sockelzone mit seinen begleitenden Infrastrukturen (Nahversorger, Gastronomie...) abbildet. Auf diese Weise wird das Gebäude aus Sicht von Benutzern und Passanten in die Umgebung eingebunden.
Gleichzeitig sorgt die Gesamthöhe von 114 Metern allein schon für eine beachtliche Signifikanz. Beachtung wird auch durch die Qualität der Fassaden erzielt. Jede Wohnung ist mit einem windgeschützten, privaten Grünbereich ausgestattet, sodass sich eine vertikale Vegetation weithin sichtbar entwickeln kann.


Das Gebäudekonzept mit effizienten Tiefen sichert die Möglichkeit auch klein geschnittenen und wirtschaftlich leistbaren Wohnungen zu errichten. Eine große Bandbreite an Wohnmodellen ist auf der Basis der nutzungsneutralen Geschoßflächen realisierbar. Die Wohnqualität wird durch die formale Auslegung des Baukörpers unterstützt. Es ergeben sich in jeder Wohnung unterschiedliche Blickperspektiven, während die Balkonzone als attraktiver Filter zwischen Gebäudekante und Umgebung funktioniert. Attraktivät für Bewohner und die Umgebung werden hier mit einem wirtschaftlich sinnvollen Konzept in Einklang gebracht.