tirol kliniken, STUDIE FÜR EINE STÄDTEBAULICHE GESAMTKONZEPTION, INNSBRUCK, 2023

Text

STADTSTRUKTUR IST KEINE FRAGE DER GESTALTUNG SONDERN DER HALTUNG

Wir leben im Zeitlauf der Paradigmenwechsel,
scheinbare Gegensätze beeinflussen in Gleichzeitigkeit die Entscheidungen

Das klassische, „optimierte“ Krankenhauskonzept wird überlagert von einer Reihe von zusätzlichen Anforderungen.
– Die intensivierte Wertschätzung für das Personal beeinflusst Arbeitsumgebung und Aufenthaltsqualität.
– Soziale Prozesse, beschleunigt durch Arbeitskräftemangel, schaffen veränderte work-life-balances
– Attraktive Arbeitsumgebung wird als Attraktor immer wichtiger.
– Klimaresilienz bedingt veränderten Umgang mit Umwelt und Natur
   Bewusster Umgang mit Energie, erneuerbare Energien, Geothermie, PV, angepasste Baustrukturen, Anpassung Mikroklima durch Bepflanzung, adiabatische Prozesse.
   Entwicklung der Haustechnik, veränderte Kühl-, Heiz- und Lüftungssysteme.
– Zirkuläres Bauen trifft sich mit Kosteneffizienz: Fertigteilsysteme, BIM Planung
– Variabilität und Berücksichtigung der Lebenszyklen beeinflussen Dynamik der Raumprogramme.
– Die massive Kostenentwicklung erfordert optimierte, entwicklungsfähige Raumprogramme mit integrierter Expansionsmöglichkeit.
   Wachsen, schrumpfen, kombinieren sind Parameter der Planung.

URBANE PARTITUR

Die Kliniken als exemplarisches Stück Stadt für Effizienz, Wohlbefinden und Klimaverantwortung

Stadträumliche Prinzipien

1. Verknüpfung/Einbettung/Anbindung
    Einfügung in komplexe geometrische Felder
    Die Kliniken als attraktiver, integrierter Teil der Stadt
2. Regeln der Ränder
    Ruhige straßenbegleitende Bebauung,
    differenziert durch höhere Implantate

Regeln des Binnenraums

3. Festlegung der Raumkanten und Höhen
    Vermeiden schluchtartiger Beengtheit.
    Atemraum zu bestehenden Bauten
    Daher geschichtete Baukörper, Sockel mit 18/19m
4. Ausblick/Weitblick
    Aufweitung des Blickraums
    Hohe Baukörper „verschwinden“ aus dem Sichtfeld
5. Aufweitung/Integration von Freiräumen/Licht
    Differenzierung der Raumsequenzen
    Öffnen der Räume zum Gegenüber
    „Freihalteflächen“
6. Schichtung/Zwischenpark als gute Landschaft
    Vervielfachung des verfügbaren Freiraums
    Aus Beengtheit wird Offenheit
    Attraktiv nutzbare Frei- und Atemräume für hochbelastetes Personal.
    Parks für Klimaresilienz und Wohlbefinden
    Stapelung der Bauvolumen mit Distanz
7. Erreichbarkeit der neuen Landschaft
    Terrassen von extern
    Anbindungen an den Bestand
8. Hochbereiche
    Bauten über dem Park

Fakten