Text
STÄDTEBAU
Vor jeder Gestaltung ist Städtebau die Ausarbeitung von Regeln, innerhalb derer sich Aktivitäten und Baustrukturen frei entwickeln können, und beinhaltet damit die Paradoxie von ‚Regeln der Unregelmäßigkeit‘. Parallel zur Offenheit, Flexibilität und Aneignungsmöglichkeit von Baustrukturen und Räumen setzt Urbanismus auch kreative Ankerpunkte für Identitäten und Identifikationen.
Im glücklichen Fall werden aus Qualitäten Bilder und Atmosphären.
Städtebau bedeutet, vielfältige und heterogene Anforderungen zu begreifen und das Unvorhersehbare und Unwägbare als wesentlichen Teil des urbanen Prozesses zu akzeptieren.
Die ‚urbane Partitur‘ definiert jene Regeln, die Offenheit der Entwicklung und Freiheitsgrade von baulicher Gestaltung mit der Sicherung sozialer, kultureller und räumlicher Qualitäten verbinden.
Kontext im Städtebau bedeutet die Analyse und Interpretation von Topografie, weiträumigeren Bezugslinien und konkretem historischen Raum.
Neue städtebauliche Interventionen prägen einen neuen Kontext, der Anschlüsse an unvorhersehbare Anforderungen zulässt und fördert.
Städtebau beinhaltet die Interpretation eines gegebenen Raumes im Wandel und einen Beitrag zu seiner Transformation. Städtebau ist eine Methode zur Steuerung und Definition eines offenen Systems.
Fakten
Altes Flugfeld Aspern / 1220 Wien / 128 ha / 1995 AFA
Seeparkquartier / 1220 Wien / 12 ha / 2012 SPQ
Zilkpark Ost / 1100 Wien / 11 ha / 2015 ZILK
Campagne Reichenau / 6020 Innsbruck / 8 ha / 2016 CAMPA
Biotope City / 1100 Wien / 5,5 ha / 2015 BIOTOPE CITY
Kagraner Spange / 1220 Wien / 0,75 ha / 2011 LGV
Haus mit Veranden / 1100 Wien / 1 ha / 2008 HMV
TU Flugfeld Aspern / 1220 Wien / 20 ha / 2005 TUFLUG