Städtebau

Vor jeder Gestaltung ist Städtebau die Ausarbeitung von Regeln, innerhalb derer sich Aktivitäten und Baustrukturen frei entwickeln können, und beinhaltet damit die Paradoxie von 'Regeln der Unregelmäßigkeit'. Parallel zur Offenheit, Flexibilität und Aneignungsmöglichkeit von Baustrukturen und Räumen setzt Urbanismus auch kreative Ankerpunkte für Identitäten und Identifikationen. Im glücklichen Fall werden aus Qualitäten Bilder und Atmosphären.

Städtebau bedeutet, vielfältige und heterogene Anforderungen zu begreifen und das Unvorhersehbare und Unwägbare als wesentlichen Teil des urbanen Prozesses zu akzeptieren.

Die 'urbane Partitur' definiert jene Regeln, die Offenheit der Entwicklung und Freiheits­grade von baulicher Gestaltung mit der Sicherung sozialer, kultureller und räumlicher Qualitäten verbinden. Kontext im Städtebau bedeutet die Analyse und Interpretation von Topografie, weiträumigeren Bezugslinien und konkretem historischen Raum. Neue städtebaulichen Interventionen prägen einen neuen Kontext, der Anschlüsse an unvorhersehbare Anforderungen zulässt und fördert.

Städtebau beinhaltet die Interpretation eines gegebenen Raumes im Wandel und einen Beitrag zu seiner Transformation. Städtebau ist eine Methode zur Steuerung und Definition eines offenen Systems.